Tribut an Wolfgang Daschner und Ortwin Ennigkeit

Vor kurzem habe ich die Spielfilmdokumentation: „Der Fall Jakob von Metzler“ gesehen und bin davon so betroffen, dass ich hier einige Sätze dazu schreibe.

Schon zur Zeit, als der Fall aktuell war – und das waren ja mit Unterbrechung fast 10 Jahre, hat mich die Argumentation der Justiz, vieler Journalisten, mancher sog. Gutbürger und auch einiger Politiker wütend gemacht. Mit diesem Artikel – auch wenn er sicher nur von einer kleinen Minderheit gelesen werden wird – möchte ich ausdrücklich meinen Respekt und meine Anerkennung an die beiden Polizisten zum Ausdruck bringen, die das Notwendige bereit waren zu tun, wohl wissend, dass ihnen das große Probleme bereiten könnte. Ich wünsche mir, dass es mehr solcher Menschen im Polizeidienst gibt.

Die Rahmenbedingungen, Abläufe und Fakten sind im Wikipediaartikel sehr umfangreich dargestellt und sollen daher hier nicht nochmal aufgelistet werden.

Wer wünscht sich nicht, dass wenn ein enger Angehöriger, oder sogar das eigenen Kind in Lebensgefahr schwebt, dass es beherzte und aufrichte Menschen gibt, die das Notwendige tun? Umso weniger kann ich verstehen und akzeptieren, wie in dem Fall Jakob von Metzler, diese beiden Polizisten von unterschiedlicher Seite so behandelt werden konnten. Sicherlich wirkt in Deutschland noch immer das dritte Reich nach – doch diesen Fall mit Nazideutschland zu vergleichen erscheint mir mehr als absurd!  Hier wurde einem Kindesentführer und Erpresser Gewalt angedroht – aber wurde ihm irgendwas getan? – Nein! es ist nichts passiert!
Die Richter haben in ihrem Urteil das Recht des Täters auf seine Menschenwürde, auf gleiche Höhe mit dem seines Opfers gestellt. Das soll Recht sein?
Immerhin haben die Richter bei ihrem Urteilsspruch die Strafen so gesetzt, dass beide Polizisten nicht als vorbestraft gelten. Da war die Hetze durch die Medien, das „im Stich“ lassen von Politikern, die für mich nicht nachvollziehbare Wut einiger Bürger, sicherlich das deutlich schlimmere an Strafe für die beiden. Nicht dass ich falsch verstanden werde: Straftäter sind Menschen und haben ein Recht auf Unversehrtheit ihrer Menschenwürde. Aber die Interessen des Opfers, müssen noch immer vor denen des  Täter berücksichtigt werden.

Dazu auch folgender Link: www.weisser-ring.de hier werden die Rechte der Opfer vertreten. Einfach in der Suchmaske (oben rechts) Daschner eingeben und dann gibt es viele und gute Reaktionen zu diesem „Vorgang“.

 

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