Mongolide aussortieren?

Meine Überschrift ist bewusst provokant ausgefallen. Ich bin erstaunt, erschrocken, schockiert – und doch irgendwie nicht verwundert, über die Diskussion, die der neue Gentest ausgelöst hat, mit dem man schon sehr früh in der Schwangerschaft eine Trisomie 21 feststellen kann.

Erstaunt – und zwar im positiven Sinn, bin ich über Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. Dieser Mann hat Mut (und m.M.n. Recht)  und sagt klar und deutlich, dass er den Test für illegal hält, weil er eine Art Rasterfahndung nach behindertem Leben darstellt und in der Praxis dazu führt, dass diese Kinder anschließend abgetrieben werden. Das hätte ich von unserer Bundesregierung schon gar nicht mehr erwartet 🙂 .
Dass die Hersteller das ganz anders sehen – und betonen, dass es ja schon die Möglichkeit gäbe mithilfe einer Fruchtwasseruntersuchung, auf Trisomie 21 zu untersuchen – ist ja klar. Doch ich mache mir gar nicht die Mühe, hier mit einigen Argumenten meine Sicht darzulegen, weil Birgit Kelle das in einem sehr guten Blogbeitrag bereits getan hat, den ich hiermit empfehle zu lesen.

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Ver – rückte Gesellschaft !? Ver – rückte Zeit!? | peschie1967Sven G. Letzte Kommentartoren
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Sven G.

Andreas, du hast sowas von RECHT. Ich fand es sehr traurig, als ich auf SWR 1 davon (Rasterfahndung) hören musste. Wie krank ist denn unsere Welt?

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[…] Behinderten im dritten Reich den Kopf schüttelt und: “Ach wie furchtbar” sagt, aber Euthanasie in den Bäuchen der Mütter für völlig normal hält. Na ja, sind ja auch zwei völlig unterschiedliche […]